Russen gedenken des deutschen Überfalls auf UdSSR

22. Juni 2002, 21:43
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Deutschland gibt erbeutete Gemälde zurück

Moskau - Mit Nachtwachen am Grab des unbekannten Soldaten in Moskau haben Russen am Samstag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion vor 61 Jahren gedacht. Präsident Wladimir Putin versprach den Veteranen: "Russland wird sich an die Taten der Soldaten im Großen Vaterländischen Krieg erinnern." Auch an anderen Orten in Russland, der Ukraine und Weißrussland versammelten sich in der Nacht zum Samstag die Menschen, um der Toten zu gedenken. Die Zahl der sowjetischen Toten im Zweiten Weltkrieg wird auf etwa 27 Millionen geschätzt.

An diesem symbolträchtigen Tag gab Deutschland Russland sieben kostbare Gemälde aus der Zarenzeit zurück, die während des Zweiten Weltkriegs geraubt worden waren. Die Rückgabe sei ein Zeichen der "neuen Beziehung zwischen Deutschland und Russland", sagte der deutsche Staatsminister für Angelegenheiten der Kultur und Medien, Julian Nida-Rümelin, bei einer Zeremonie in St. Petersburg. Zu den zurückgegebenen Gemälden gehört ein Porträt von Zar Peter I.

Auch Russland hat Deutschland bereits geraubte Kunstgegenstände zurückgegeben, doch ist dieses Thema im Land sehr umstritten. Viele Russen betrachten die Kunstwerke als Kompensation für erlittene Schäden und Leiden. (APA/AP)

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