Britische Armee trainiert mit Ego-Shooter

22. Juni 2002, 12:18
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Computerspiel soll Soldaten auf Einsatzszenarien vorbereiten

Nach einem Bericht der BBC trainieren die Soldaten ihrer Majestät mit einem speziell adaptierten Ego-Shooter ihre Einsätze. Das britische Verteidigungsministerium testet das Spiel Half-Life darauf, inwieweit Soldaten neue Taktiken oder Waffen erproben können. Bei der Army-Simulation können bis zu acht Soldaten zusammenarbeiten.

Soldaten sind "sofort tot"

Im Gegensatz zu handelsüblichen Ego-Shootern werden in der Simulation allerdings echte Häuserkampf-Szenarien oder Geiselbefreiungen dargestellt, damit sich die Soldaten auf ihre Einsätze vorbereiten können. Zusätzlich verlieren die Soldaten bei Treffern nicht einfach Energie wie bei marktüblichen Spielen, sondern sind sofort "tot".

Authentisch genug ?

Für Major Bruce Pennell vom Logistics Corps der britischen Armee nehmen die Soldaten das Spiel durchaus ernst. "Sie sind wirklich in das Spiel involviert. Sie wollen erfolgreich sein wie im realen Training auch", so Pennell. Der große Vorteil für die Armee ist natürlich, dass die virtuellen Gefallenen nach dem Spiel wieder aufstehen. "Aber wir hoffen, dass das Spiel authentisch genug ist, um eine gute Ausbildung zu verstärken."

Wird das System jedoch für die Vorbereitung von Einsätzen verwendet, so entstehen ganz besondere Probleme. So muss die Umgebung so exakt wie möglich dargestellt werden, damit ein Soldat im wirklichen Einsatz nicht plötzlich vor einer Mauer steht, wo eine Tür sein sollte, so Pennell. (pte)

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