Grazer SPÖ eröffnet Wahlkampf für Urnengang im Jänner 2003

22. Juni 2002, 11:58
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Kandidatenliste mit vielen neuen Gesichtern und einem neuen Stadtrat

Graz - Die Grazer Sozialdemokraten haben am Samstag mit ihrer Grazer Konferenz den Wahlkampf für die Gemeinderatswahl am 26. Jänner 2003 offiziell eröffnet. Stadtparteiobmann Walter Ferk positionierte die Grazer Sozialdemokraten unter dem Motto "Damit was weitergeht" - vor allem in sozialen Fragen. Abgesegnet wurden die Kandidatenliste mit einem neuen Gesicht, Günter Getzinger, als Stadtrat-Anwärter.

Die kommende Wahl sei eine "Entscheidung zwischen Vergangenheit und Zukunft", so Ferk. Gerade jetzt, wo man die schwarz-blaue Belastung spüre, sei es wichtig, Solidarität für jene, die es brauchen, zu zeigen. "Meine Vision ist eine Stadt, in der es Solidarität der Reichen mit den Armen, der Starken mit den Schwachen, der Jungen mit den Älteren und der Gesunden mit den Kranken gibt", betonte der Stadtrat in seinem Referat.

Viele Neulinge

Anschließend wurden die Kandidaten gewählt. Neun der derzeit von der SPÖ besetzten 21 Positionen in Gemeinderat und Stadtsenat werden von Neulingen eingenommen. Eine Vorentscheidung fiel für den durch den Abschied von Bürgermeister Alfred Stingl frei werdenden Regierungssitz: Ihn wird der 42-jährige Umweltwissenschaftler Günter Getzinger einnehmen, der auf Platz 3 kandidiert. Die Spitze bilden Walter Ferk und Tatjana Kaltenbeck-Michl, wobei sich Ferk in einer Urabstimmung bereits im April 2001 als Nummer 1 durchsetzen konnte.

Walter Ferk muss in der Wahlauseinandersetzung den Bürgermeistersessel verteidigen, was Vorgänger Stingl beim letzten Wahlgang 1998 nur noch knapp gelungen war: Die SPÖ brach auf 30,9 Prozent der Stimmen (minus 3,8 Prozentpunkte) ein, während die FPÖ mit plus sieben Prozentpunkten auf 26,8 Prozent zulegte und zur zweitstärksten Partei in der Stadt wurde. Seither stellte die SPÖ drei Stadträte, ebenso die FPÖ, zwei Stadträte kommen von der ÖVP und einen stellt die KPÖ. Im Gemeinderat kommen ÖVP und FPÖ zwar gemeinsam auf 28 der 56 Stimmen, sie sind aber in einigen wichtigen Fragen auf die Unterstützung von Splitterparteien angewiesen.(APA)

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