Europas größte Parade für Kinder

21. Juni 2002, 21:47
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"KidsAid" erhielt ersten Preis für Kinderechte

Linz - Der "Österreichische Kinderrechtspreis" wird heuer zum ersten Mal verliehen. 16 Projekte wurden eingereicht, erhalten wird die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung der Verein "KidsAid" in Wien. Dieser kümmert sich um minderjährige Flüchtlinge, die ohne ihre Eltern nach Österreich gekommen sind. Den Preis werden das Österreichische Institut für Kinderrechte und die Kinderfreunde am Freitag, 28. Juni, in Linz vergeben - einen Tag vor der größten Parade für Kinderrechte in Europa.

Childrens Rights

Das "Festival for Childrens Rights" - dieser Verein hatte auch die Idee des Preises - organisiert zum dritten Mal dieses Spektakel. Allerdings ist es in diesem Jahr kein internationales Fest. Denn den Veranstaltern fehlt das öffentliche Geld, wie Gernot Rammer, Geschäftsführer der Kinderfreunde Linz-Land bedauert.

Zwar zeichnete Oberösterreichs Jugendlandesrat Walter Aichinger (VP) im vorigen Jahr die Kidsparade mit dem "Landespreis für innovative Jugendarbeit" aus. Aber die zugesicherten Finanzmittel aus seinem Ressort gab es nicht. Eine halbe Million Schilling waren ursprünglich zugesagt, wegen ausgeschöpften Jugendbudgets wurde das Geld nicht ausbezahlt.

Auch in diesem Jahr erhält das prämierte Projekt vom Jugendressort keinen Euro. Soziallandesrat Josef Ackerl (SP) hingegen bezuschusst (wie auch 2001) das Festival mit 36.336 Euro. Von Gesundheitslandesrätin Silvia Stöger (SP) und Frauenlandesrätin Ursula Haubner (FP) kommen je 2180 Euro.

Familie im Mittelpunkt

Für "Kinder und Familie" gehen die Kids am 29. Juni auf die Straße. Um 12 Uhr beginnt in der Linzer Altstadt das Straßenfest, auf dem auch über die "UN-Konvention über die Rechte des Kindes" informiert wird. 1989 wurde sie von der UN-Generalversammlung verabschiedet. "Die Parade verwirklicht diese Rechte auch: als kindgerechtes Fest", sagen die Veranstalter. Auf "motorisierte Vehikel" werde weitgehend verzichtet. Eine Kindergruppe aus dem Innviertel kommt mit einem 40 Meter langen selbstgebastelten Drachen. (ker/DER STANDARD, Printausgabe 22./23.06.2002)

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