Mary Robinson erhält Friedenspreis

21. Juni 2002, 19:28
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UNO-Menschenrechts- kommissarin für ihren Einsatz für Menschenrechte geehrt

Paris - Die UNO-Menschenrechtskommissarin Mary Robinson ist am Freitag in Paris mit dem Felix-Houphouet-Boigny-Friedenspreis der UNESCO ausgezeichnet worden. Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur würdigte damit den Einsatz der früheren Präsidentin von Irland für die Menschenrechte. Der seit 1989 vergegebene Preis ist mit 122.000 Euro dotiert.

Die Entscheidung sei "einstimmig und enthuasiastisch" gefallen, hatte Jury-Präsident Henry Kissinger nach der Entscheidung im letzten Jahr erklärt. Die Hochkommissarin kündigte im März an, im September aus dem Amt zu scheiden. Die New Yorker Organisation Human Rights Watch kommentierte, Robinson zahle einen Preis dafür, "öffentlich große Regierungen wie die USA und Russland anzugehen, wenn sie gegen Menschenrechte verstoßen."

Mit ihrem Friedenspreis erinnert die UNESCO an das Lebenswerk des ersten Präsidenten der Elfenbeinküste, Houphouet-Boigny. Ausgezeichnet wurden unter anderem Shimon Peres, Yasser Arafat und Jitzhak Rabin sowie die südafrikanischen Politiker Nelson Mandela und Frederik De Klerk. (APA/AP)

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