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24. Juni 2002, 21:16
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Globalisierung & Kunst: Ars Electronica 2002 mit "Unplugged"

Linz - Wenn sich die heurige Ars Electronica 2002, das "Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft", auf Fragen nach dem "politischen Moment von Kunst und Medien" fokussiert, fallen natürlich Parallelen zu diesjährigen Documenta 11 auf. Kunst als Schauplatz globaler Konflikte heißt der Untertitel zum Ars-Thema Unplugged.

Unplugged, so Gerfried Stocker und Christine Schöpf, die künstlerischen Leiter der Ars Electronica, widmet sich den "blinden Flecken der Globalisierung", den "Barrieren mentaler wie geographischer Art". Vom 7. bis 12. September wird es im Brucknerhaus unter Art & Events Netzprojekte, Installationen und Performances von rund 280 Künstlern geben, darunter "Weltkarten" von Peter Fend, oder der "Radical Software Group" oder Thomas Feuerstein.

Als künstlerischer Schwerpunkt des vom Ars Electronica Centrum gemeinsam mit dem ORF Landesstudio Oberösterreich ausgerichteten Festivals gilt die Reihe Urban Africa Club, die Afrika auf dem Wege zur modernen Informationsgesellschaft am Beispiel zeitgenössischer Musik zeigt. Mit: Magic System, Pee Froiss, BMG 44, Techno Issa Djigui.

Globalisierung, Kunst, Cyberkapitalismus und wieder Afrika stehen im Zentrum des siebenteiligen Symposions, zu dem etwa Ars-"Veteran" Jeremy Rifkin (The Age of Access), Aminata Traore, die "Galionsfigur der afrikanischen Antiglobalisierungs-szene" und Vertreter innovativer afrikanischer Internetprojekte geladen sind.

Die prämierten Arbeiten des "Prix Ars Electronica" finden wieder einmal als Cyberarts im O.K.-Centrum für Gegenwartskunst Platz. (APA/dok/DER STANDARD, Printausgabe, Sa./So., 22./23.6.2002)

Link

Ars Electronica 2002: "Unplugged - Kunst als Schauplatz globaler Konflikte":
7. bis 12. September

Nähere Informationen: Ars Electronica Center, Hauptstraße 2, 4040 Linz, Tel.: 0732-7272-78

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