Ferrari-Börsegang noch heuer

21. Juni 2002, 19:32
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Gläubigerbanken: "Fiat Auto verkaufen" - DaimlerChrysler: "Kein Interesse"

Rom - Die italienische Autogruppe Fiat will noch vor Jahresende ein 35-prozentiges Aktienpaket der Tochter Ferrari an die Mailänder Börse bringen. Dies bekundete Fiat-Präsident Paolo Fresco in einer Rede vor der römischen Abgeordnetenkammer. Der krisengeschüttelte Autokonzern, der bis Jahresende seinen Schuldenberg von 6,5 Mrd. Euro halbieren will, rechnet mit Einnahmen von einer Milliarde Euro durch den Börsengang von Ferrari, an dem der Konzern eine 90-prozentige Beteiligung hält.

Dementiert hat DaimlerChrysler Übernahmegerüchte im Zusammenhang mit einem Treffen von DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp und Fresco vergangene Woche in den USA. "Wir haben kein Interesse an Fiat Auto", sagte ein Sprecher des deutschen Autoriesen. Indessen befürchten die Turiner eine weitere Verschärfung der Krise auf dem italienischen Automarkt - mit entsprechend negativen Auswirkungen auf den Fiat-Absatz. Die Gläubigerbanken sehen das ähnlich, sie sprechen sich für einen Verkauf der Autosparte aus, sollten die Konsolidierungsziele nicht erreicht werden. (Reuters)

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