"Seehund-Staupe" rafft Tiere dahin

21. Juni 2002, 18:30
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Bereits mehr als 600 tote Robben an den Küsten Nordeuropas angespült - weiteres Ausmaß noch unabsehbar

Stockholm - An den Küsten Nordeuropas sind bis zum Freitag mehr als 600 tote Robben angespült worden, die Opfer der in der Nordsee grassierenden "Seehund-Staupe" wurden. In Dänemark wurden nach Angaben der Behörden bisher 461 tote Tiere entdeckt, 150 weitere im benachbarten Schweden. Die niederländischen Gesundheitsbehörden hatten am Donnerstag den ersten Fall von "Seehund-Staupe" bestätigt. Dem Virus waren 1988 im Wattenmeer rund 8.500 Tiere zum Opfer gefallen, rund zwei Drittel des Gesamtbestands.

Nach Einschätzung von Experten ist das voraussichtliche Ausmaß der neuen Erkrankungswelle noch nicht absehbar, deren erste Fälle im Mai aus Dänemark gemeldet wurden. Derzeit leben im Kattegat etwa 15.000 Seehunde, 500 weitere in niederländischen Gewässern. (APA/AP)

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