Wieder Postenproblem in Pensionsanstalt

21. Juni 2002, 19:44
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Bisheriger Vize will neben Gaugg Vize sein

Wien - Während FPÖ-Sozialsprecher Reinhart Gaugg und Neopensionsgeneraldirektorvize noch mit der Endfertigung seines Vertrages in der Pensionsversicherung beschäftigt ist und der bisherige Generaldirektor, Ferdinand Ehrenstein, bis Ende des Jahres bei vollen Bezügen freigestellt ist, kündigt sich das nächste Postenproblem in der Pensionsversicherung (PVA) an: Kündigt doch Robert Freitag (SPÖ), bisher Generaldirektorvize der Pensionsversicherung der Angestellten (PVAng) im Standard-Gespräch an, weiter Generaldirektor bleiben zu wollen.

"Ich habe einen unbefristeten und unkündbaren Vertrag und kann nur auf einen gleich- wertigen Posten versetzt werden. Als Generaldirektorvize ist nur der Generaldirektorvize gleichwertig", argumentiert Freitag. Der Hintergrund: Die PVAng und die Pensionsversicherung der Arbeiter (PVArb) werden zur PVA fusioniert. Die Fusion ist ab Anfang 2003 wirksam, mit Ewald Wetscherek und Reinhart Gaugg wurden aber schon per 1. Juni 2002 neue Chefs für die PVA bestellt. Freitag unterlag Gaugg bei der Wahl knapp - er bekam elf, Gaugg zwölf Stimmen. Bis Ende 2002 laufen die Verträge von Ehrenstein, Freitag und dessen Vizegeneraldirektorskollegin Margarete Krösswang jedenfalls weiter.

Sozialminister Herbert Haupt vertritt die Ansicht, dass ab 2003 die Verträge auslaufen. Dem widerspricht Freitag: Er und Krösswang könnten entweder weiter Vizes bleiben, womit es mehr Generaldirektoren als bisher gäbe - oder freigestellt werden. Wobei der 55-jährige Freitag sagt: "Ich bin arbeitsbereit. Ich möchte meine langjährige Erfahrung gerne in die neue Anstalt einbringen." Als Generaldirektorstellvertreter.

Und was passiert mit Ehrenstein? Das beantwortet der Sprecher der Pensionsversicherung so: Ehrenstein sei zu Jahresende, nach Ende seiner Freistellung, 58 Jahre - könnte also nur nach einem Sonderbeschluss in Pension geschickt werden. Ob das passiert oder nicht, sei eine Entscheidung der Gremien. Jedenfalls habe Ehrenstein freigestellt werden müssen, weil für ihn als bisherigen Generaldirektor der PVA keine gleich gelagerte Beschäftigungsmöglichkeit zu finden war. (eli/DER STANDARD, Printausgabe, 22./23.6.2002)

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