Krejci: FP-Kanzler ist "Horrorvision"

21. Juni 2002, 16:24
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Ex-Generalsekretär der Industriellenvereinigung plädiert für eine Neuauflage von rot-schwarz

Wien - Herbert Krejci, früherer Generalsekretär der Industriellenvereinigung, tritt wieder einmal als Kritiker der schwarz-blauen Regierung in Erscheinung. In einem Interview mit der Zeitschrift "trend" wirft er ÖVP und FPÖ vor, nur das Wirtschaftliche in den Vordergrund zu stellen und zeigt sich besorgt, "dass in Österreich wieder so ein schreckliches Lagerdenken" entstehen könnte. "Die Vision eines FPÖ-Regierungschefs ist für mich eine Horrorvision", so Krejci und plädiert für eine Neuauflage von rot-schwarz.

Wirtschaftspolitik könne nicht ausschließlich Bestandteil der Politik sein, kritisiert er. Außerdem würden die Ansprüche und die Wirklichkeit bei der Regierung ziemlich weit auseinanderklaffen, wie die "fatale und manchmal schon zur Heiterkeit anregende Diskussion über das so genannte Nulldefizit beweist". Kritik übt er auch am politischen Stil. "Es gibt das Lager der Regierungsparteien. Das sind die 'Guten', die wissen, was richtig ist. Und es gibt das Lager der 'Bösen', das ist die Opposition".

Sorgen macht sich der frühere Industriellenvertreter über die populistische Haltung der FPÖ bei der Osterweiterung. Die "große Gefahr" sieht er darin, "dass die FPÖ noch mehr Regierungsverantwortung bekommen könnte". FP-Chefin Susanne Riess-Passer sei "nicht berechenbar". (APA)

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