Hauptverband nennt andere Zahlen als FPÖ

21. Juni 2002, 15:06
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Wiener Gebietskrankenkasse weist Vorwurf der Wertpapier-Spekulation zurück

Wien - Die von der FPÖ in der heutigen Pressekonferenz vorgelegten Zahlen zu den Rücklagen der Gebietskrankenkassen können vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger "nicht nachvollzogen werden". Wie es auf Anfrage der APA am Freitag hieß, betragen die Rücklagen der neun Gebietskrankenkassen 648,3 Mill. Euro und nicht - wie von der FPÖ dargestellt - 980,3 Mill. Euro.

Weiters wird von Seiten des Hauptverbandes darauf hingewiesen, dass bei der Auflistung der FPÖ bei den jährlichen Einnahmen der Krankenkassen die Zahlen des Voranschlags 2002 und beim Defizit die Zahlen aus dem Vorjahr verwendet worden seien.

Von der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) wurde die von der FPÖ ausgesprochene Verdächtigung der Wertpapier-Spekulationen zurück gewiesen. Wie die WGKK gegenüber der APA betonte, sei im ASVG genau geregelt, wie die Vermögenveranlagung zu erfolgen habe: in "mündelsichere, inländische Wertpapiere", in Darlehen, "die zur Anlegung von Mündelgeld geeignet sind", in inländische Liegenschaften und in Einlagen bei Kreditunternehmen, "die nach Art und Umfang ihres Geschäftsbetriebs ... ausreichende Sicherheit bieten", heißt es im Paragraf 446 des ASVG.(APA)

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