MobilCom-Chef Schmid muss gehen

22. Juni 2002, 18:32
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Im Streit mit France Telecom den Kürzeren gezogen

Der Gründer, Hauptaktionär und Chef des deutschen Mobilfunkbetreibers MobilCom, Gerhard Schmid wurde vom Aufsichtsrat abberufen. Laut einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) hat einer der bekanntesten Manager des Landes bereits gestern, Donnerstag, seinen Schreibtisch in der Zentrale in Büdelsdorf geräumt. Damit hat Schmid letztendlich im monatelangen Streit mit der France Telecom den Kürzeren gezogen.

Chancenlos

Ebenfalls am Donnerstag hatte die France Telecom mit den Gläubigerbanken über die Umschuldung einer Ende Juli fälligen Kreditlinie von über 4,7 Milliarden Euro eine grundsätzliche Einigung erzielt. Allerdings müsse eine endgültige Einigung mit den Lieferanten sowie mit Schmid selbst abgewartet werden, hieß es von Seiten der MobilCom. Schmid selbst hatte für die insgesamt 49,9 Prozent der MobilCom-Anteile, die er zusammen mit seiner Frau hält, 22 Euro pro Aktie verlangt. Nachdem der französische Telekom-Konzern vor wenigen Tagen seine Zusammenarbeit mit Schmid aufgekündigt hatte, brach mit dem MobilCom-Aktienkurs auch die Chance von Schmid ein, diesen Preis zu erhalten. Die FTD sprach davon, dass die France Telecom zehn Euro pro Schmid-Aktie bezahlen werde. (pte)

Noch-MobilCom-Chef Schmid mit dem Rücken zur Wand

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