Dänische EU-Präsidentschaft hat keine Pläne für Gipfelverschiebung

21. Juni 2002, 13:38
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"EU-Positionen müssen spätestens Anfang November feststehen"

Sevilla - Dänemark, das Anfang Juli für ein halbes Jahr den EU-Vorsitz übernimmt, hat keine Pläne, den für 25. Oktober angesetzten Brüsseler Gipfel über die EU-Erweiterung zu verschieben. "Niemand hat diese Frage angesprochen, wir wissen nichts davon", hieß es am Rande des EU-Gipfels von Sevilla aus dänischen Diplomatenkreisen. Die EU-Position zu den Direktzahlungen in der Landwirtschaft müsse den Kandidatenländern bis allerspätestens Anfang November vorgelegt werden, um die Verhandlungen bis Jahresende abschließen zu können, so die dänische Quelle weiter. Dänemark sei aber wie jeder EU-Vorsitzender verpflichtet, aktuelle Entwicklungen zu verfolgen und darauf auch kurzfristig einzugehen.

Österreichs Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (V) hatte am Freitag Vormittag vor Journalisten von einer möglichen Verschiebung des für 25. Oktober angesetzten Treffens auf den 10. November gesprochen. Eine solche Verschiebung sei zumindest "angesprochen" worden, sagte die Ministerin. Als Grund für die Datumsverlegung nannte Ferrero-Waldner die am 22. September stattfindenden Wahlen im größten EU-Land Deutschland. (APA)

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