Forderung der Kärntner Slowenen für Kärntner FPÖ "völlig indiskutabel"

21. Juni 2002, 14:54
16 Postings

Kärntner Landesparteiobmann will über Forderungen nicht verhandeln

Klagenfurt - Als "vollkommen indiskutabel" bezeichnete FPÖ-Landesparteiobmann Martin Strutz die Forderung der slowenischen Volksgruppen nach zweisprachiger Topographie in 394 Orten. Auf dieser Basis könne nicht weiterverhandelt werden, sagte er. Die FPÖ trete für ein "Demokratiepaket" ähnlich dem friulanischen Modell ein, welches auf Gemeindeebene im Konsens der Mehrheits- und Minderheitsbevölkerung das zukünftige Aufstellung von Ortstafeln regelt.

"Wir verhandeln nicht wie am Tarviser Markt über das Aufstellen von Ortstafeln und schon gar nicht auf Basis der Volkszählung 2001", sagte Strutz. "Das Aufstellen von zusätzlichen Ortstafeln setzt eine geheime Minderheitenfeststellung voraus." Weil dies die Volksgruppe ablehne, müsse über eine neue Lösung nachgedacht werden. Das friulanische Modell sei ein Angebot, den "gordischen Knoten" zu lösen.

Ein Aufstellen von zusätzlichen zweisprachigen Ortstafeln in 394 Orten komme für die FPÖ nie und nimmer in Frage. Wer eine derartige Lösung wolle, müsse das ohne die stimmenstärkste Partei in Kärnten umsetzen, sagte der FPÖ-Landesparteiobmann.(APA)

Share if you care.