Oliveira stellt sein Amt zur Verfügung

21. Juni 2002, 12:30
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Portugals Teamtrainer überlässt die Entscheidung Verbands-Präsident Gilberto Madail

Lissabon - Eine Woche nach dem überraschenden Vorrunden-Ausscheiden Portugals bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat Nationaltrainer Antonio Oliveira seinen Rücktritt angeboten. Auf einer Krisensitzung des Verbandes stellte der Coach in Lissabon sein Amt zur Verfügung. Verbands-Präsident Gilberto Madail kündigte in der Nacht zum Freitag an, dass er innerhalb einer Woche entscheiden werde, ob Oliveira abgelöst werde oder Nationaltrainer bleibe.

Die "Säuberungswelle", die bei der Krisensitzung erwartet worden war, blieb aus. Allein der Rücktritt von Verbands-Vizepräsident Antonio Boronha wurde bestätigt. "Damit wurde Boronha praktisch zum Sündenbock für Portugals WM-Pleite-gemacht", schrieb das Sportblatt "A Bola" am Freitag. "Man hatte einen Neuanfang und tief greifende Entscheidungen erwartet. Aber diese wurden vertagt."

Der Vertrag von Oliveira läuft noch bis zur Europameisterschaft 2004 im eigenen Land. Bei einer vorzeitigen Entlassung stünde dem Coach eine Entschädigung in Höhe von 350.000 Euro zu. (APA/dpa)

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    Antonio Oliveira nach der Niederlage Portugals gegen Südkorea

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