CLC verdreifacht operativen Verlust

21. Juni 2002, 10:55
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Camelot-Sanierung belastete

Linz/Wien - Der oberösterreichische Callcenter-Betreiber CLC - bekannt durch die private Telefonauskunft "11 88 99" - hat im ersten Quartal dieses Jahres den operativen Verlust kräftig ausgebaut. Mit minus 3,08 Mill. Euro war das Betriebsergebnis (EBIT) nach den ersten drei Monaten 2002 tiefrot. Wie aus einer Ad hoc-Mitteilung des börsenotierten Unternehmens hervorgeht, wurde der Verlust im Vergleich zum ersten Quartal 2001, in dem das EBIT minus 1,16 Mill. Euro betragen hatte, fast verdreifacht.

Belastet war das Ergebnis vor allem durch Rückstellungen für die Sanierung des im Vorjahr übernommenen deutschen Customer Care-Centers Camelot, an dem CLC die Mehrheit zuletzt auf rund 90 Prozent aufgestockt hat. Diese Rückstellungen beinhalten 1,5 Mill. Euro für die Schließung des Standorts München mit 1. April, teilte CLC heute, Freitag, weiter mit.

Camelot-Sanierung belastete

Die Eingliederung von Camelot in die CLC-Gruppe soll noch heuer weit gehend abgeschlossen werden, obwohl die Marktsituation in Deutschland nach wie vor schwierig sei.

Die Betriebsleistung (Umsatzerlöse inklusive sonstiger betrieblicher Erträge) konnte im ersten Quartal 2002 von 2,59 auf 7,26 Mill. Euro nahezu verdreifacht werden. Neben der Camelot-Akquisition hätten vor allem die positive Auftragslage im Geschäftsfeld "Customer Care Solutions" und die anhaltend starke Nachfrage im Geschäftsbereich "Directory Services" zu diesem Wachstum beigetragen.

An der Wiener Börse notierte die CLC-Aktie heute im Frühhandel mit 4,05 Euro um 2,6 Prozent unter dem gestrigen Schlusskurs. Seit Jahresbeginn hat der Titel knapp ein Fünftel seines Werts eingebüßt.(APA)

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