Sturmschäden in Oberösterreichs und Bayern

21. Juni 2002, 09:44
posten

Keller des Krankenhauses Schärding unter Wasser - In Fürstenzell mehr als 60 Schweine verbrannt

Linz - Von heftigen Gewittern und Stürmen betroffen waren am Donnerstagabend Teile von Oberösterreich und auch der bayerische Raum. Am ärgsten war die Situation im Innviertel. Und in Fürstenzell in Bayern verbrannten mehr als 60 Schweine, nachdem ein Blitz in den Dachstuhl eines Mastbetriebes eingeschlagen hatte.

Innerhalb weniger Stunden mussten die Feuerwehren im Bezirk Schärding 18 Mal ausrücken, sie wurden dabei von Florianijüngern aus dem benachbarten Bayern unterstützt. Zahlreiche Straßen waren durch umgestürzte Bäume blockiert, in elf Fällen mussten Keller ausgepumpt werden. Die "Wasser-Staubsauger" der Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

Betroffen war auch das Krankenhaus Schärding, wo im Kellergeschoss eine Fläche von rund 700 Quadratmetern unter Wasser stand. Ebenso Liftschächte und die Räumlichkeiten für die Stromversorgung sowie ein Medikamentenlager. Beim Lagerhaus Schärding wurde eine Eisenbahn-Unterführung mehr als einen Meter hoch überflutet.

550 Schweine notgeschlachtet

In der Gemeinde Fürstenzell im bayrischen Landkreis Passau schlug ein Blitz in den Dachstuhl eines Mastbetriebes mit mehr als 600 Schweinen ein. Der Dachstuhl fing sofort Feuer, das Gebäude brannte zur Gänze nieder. 63 Schweine kamen in den Flammen um, zwei weitere mussten an Ort und Stelle erschossen werden. Auf Anordnung des Tierarztes müssen die "überlebenden" rund 550 Schweine ebenfalls notgeschlachtet werden. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 100.000 Euro. (APA)

Share if you care.