Haftbefehl gegen weiteren Sohn des südkoreanischen Präsidenten

21. Juni 2002, 09:18
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Vorwurf der Bestechung

Seoul - Einen Monat nach der Festnahme eines der drei Söhne des südkoreanischen Staatspräsidenten Kim Dae Jung hat die Staatsanwaltschaft in Seoul am Freitag Haftbefehl gegen einen weiteren Sohn beantragt. Ihm wird vorgeworfen, Bestechungsgelder in Höhe von 2,2 Milliarden Won (1,87 Millionen Euro) von Geschäftsleuten angenommen zu haben. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, mit einer Festnahme von Kim Hong Up sei noch am Freitag zu rechnen.

Auch der jüngste Sohn Kim Hong Gul soll Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen haben; er wartet auf seinen Prozess. Gegen Präsident Kim Dae Jung, der unter der früheren Militärdiktatur jahrelang eingekerkert und zum Tode verurteilt worden war, wurden bisher keine Vorwürfe laut. Er hat sich wiederholt für ein mögliches Fehlverhalten seiner Söhne entschuldigt. (APA/AP)

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