Mutmaßlicher Vergewaltiger in Guatemala verbrannt

21. Juni 2002, 06:43
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Zweiter Täter konnte sich retten

Guatemala - Aufgebrachte Dorfbewohner im Norden von Guatemala haben einen mutmaßlichen Vergewaltiger bei lebendigem Leib verbrannt. Rund 2.000 Menschen fesselten den Verdächtigen und einen mutmaßlichen Mittäter in der Ortschaft Ixcampanabic, übergossen sie mit Benzin und zündeten sie an, teilte die Polizei am Donnerstag (Ortszeit) mit. Sie warfen den beiden Männern im Alter von 21 und 24 Jahren vor, zwei Mädchen aus dem Dorf vergewaltigt zu haben und in ein Haus eingebrochen zu sein. Einer der beiden Männer habe die Lynchjustiz überlebt und zwei Stunden später fliehen können, teilte die Polizei weiter mit.

Seit 1996 wurden in dem mittelamerikanischen Land mindestens 200 Menschen durch Lynchjustiz getötet, wie Menschenrechtsorganisationen schätzen. Die Tourismusbehörde des Landes sah sich bereits zu Kampagnen gegen Lynchmorde genötigt. (APA)

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