Brite bei Autobomben-Explosion in Riad getötet

20. Juni 2002, 14:28
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Arbeitete bei einer Bank - Hintergründe unklar

Dubai - Ein britischer Bankmitarbeiter ist bei der Explosion einer Autobombe in der saudiarabischen Hauptstadt Riad nach offiziellen Angaben getötet worden.Die amtliche Nachrichtenagentur des Landes meldete unter Berufung auf die Polizei, der Mann habe für die El Bank El Saudi El Fransi gearbeitet. Die Hintergründe der Explosion waren zunächst unklar. Der Sprengsatz sei vermutlich im Geländewagen des Mannes platziert worden, hieß es in der Agenturmeldung.

In den vergangenen Jahren sind mehrere Attentate in Saudiarabien verübt worden. Einige hatten offenbar einen politischen Hintergrund und richteten sich gegen Einrichtungen der US-Armee. Andere waren eher kriminell motiviert. In dem Königreich hat es bereits mehrere derartige Explosionen gegeben. Ende 2000 wurden bei zwei Anschlägen in Riad ein Brite getötet und vier weitere verletzt. Im März vergangenen Jahres wurde ein Brite und ein Ägypter bei einem Anschlag auf einen großen Buchladen in der Innenstadt verletzt.

Sieben Bürger aus Ländern des Westens, darunter fünf Briten, sind in Saudiarabien wegen mehrerer Bombenschläge in den Jahren 2000 und 2001 in Haft. Dabei soll es um kriminelle Machenschaften wie den lukrativen Alkoholschmuggel gegangen sein. Alkohol ist in Saudiarabien verboten.

Vor wenigen Tagen gab Saudiarabien die Festnahme von sieben mutmaßlichen El-Kaida-Mitgliedern bekannt. Sie sollen in dem Königreich Anschläge geplant haben. Die USA machen den Moslem-Extremisten Osama bin Laden und dessen El Kaida für die Anschläge auf das World Trade Center in New York und das Verteidigungsministerium bei Washington am 11. September verantwortlich. Bin Laden stammt aus einer reichen saudischen Familie; ihm ist die Staatsbürgerschaft aber 1994 entzogen worden. (APA/Reuters/AP)

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