Akzeptanz des Euro kräftig gestiegen

21. Juni 2002, 14:00
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"Eurobarometer": Zwei Drittel der EU-Bürger mit der neuen Währung einverstanden

Wien/Brüssel - Die Veröffentlichung der jüngsten Ergebnisse des "Eurobarometers", einer EU-weit durchgeführten Umfrage, die Stimmungswerte in den Staaten der Union erhebt, dass innerhalb der EU das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung seit vergangenem Herbst kräftig gestiegen ist. Wurde zuletzt im Herbst 2001 eine Zustimmung von 61 Prozent quer durch die 15 Mitgliedstaaten verzeichnet, legte diese Akzeptanz seit Einführung des realen Geldes bis zum Frühjahr um sechs Prozentpunkte auf 67 Prozent der Bevölkerung zu.

Naturgemäß ist die Akzeptanz in den Euroländern selbst höher als in den Staaten, die der Gemeinschaftswährung noch nicht angehören. 75 Prozent - eine Dreiviertelmehrheit - beträgt die Zustimmung im Schnitt dieser Länder; auch in den bisher sehr euroskeptischen gab es Zuwächse: in Deutschland um sieben Prozentpunkte auf 67 Prozent, in Finnland sogar um 15 Punkte auf 65 Prozent. In den euroabstinenten Ländern Schweden und Dänemark schlug die Stimmung zugunsten des Euro um.

Nur Großbritannien leistet hinhaltenden "Widerstand": Dort befürworten nur 31 Prozent die gemeinsame Währung, während eine klare Mehrheit von 51 Prozent den Euro ablehnt.

Österreichische Befindlichkeit im Trend

Die österreichische Eurobefindlichkeit entspricht dem allgemeinen EU-Trend. Seit das neue Geld auch tatsächlich den Schilling im Alltag ersetzt hat, stieg die Zustimmung zum Euro um vier Prozentpunkte auf 72 Prozent. Die höchste Akzeptanz findet sich in Luxemburg (91 Prozent), gefolgt von Italien (87 Prozent) und Belgien (82 Prozent); die geringste Zustimmung verzeichnen Finnland (64 Prozent) und ausgerechnet der einstigen Zwillings-"Motor" der europäischen Einigung, Deutschland und Frankreich, mit je 67 Prozent Zustimmung.

Das Bild der überwältigenden Zustimmung zur Gemeinschaftswährung wird jedoch durch ein leicht sinkendes Vertrauen in die EU als Ganzes getrübt, die ohnedies bereits mit einer relativ höheren Skepsis kämpft. Quer durch die EU-Bevölkerung ist die Akzeptanz der Union mit 53 Prozent deutlich geringer als die Akzeptanz der Gemeinschaftswährung. (APA, red)

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