"Frauen - Bildung - Zukunft"

20. Juni 2002, 14:06
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Das Renner-Institut und die SPÖ-Bundesfrauenorganisation laden zur Enquete ein:

Diskussion des SPÖ-Frauenbildungsprogramms

Programm:

10.00 Uhr Begrüßung und Einleitung
Barbara Prammer, Abg.z.NR, SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende

10.15 Uhr Referat “Welchen Beitrag leisten Bildungsinstitutionen zur Entwicklung von Geschlechtsidentität und Geschlechterdemokratie?” Hannelore Faulstich-Wieland, Universität Hamburg, Fachbereich Erziehungswissenschaft; Institut für Schulpädagogik und Pädagogische Psychologie

Diskussion

11.30 Uhr Kaffeepause

11.45 Uhr Präsentation des SPOE-Frauenbildungsprogramms Bettina Stadlbauer, SPÖ-Bundesfrauensekretärin

Kommentar Hannelore Faulstich-Wieland Peter Doege

12.30 Uhr Mittagsimbiss

13.30 Uhr Referat “Frauen an den Universitäten” Silvia Ulrich, Universität Graz, Institut für Öffentliches Recht

14.00 Uhr Referat “Männer auf dem Weg zur Geschlechterdemokratie - Hindernisse, Perspektiven, Bündnisse” Peter Doege, Institut für anwendungsorientierte Innovations- und Zukunftsforschung (IAIZ), Berlin

Diskussion

Moderation: Bettina Stadlbauer

15.00 Uhr Podiumsdiskussion - Perspektiven für eine gendergerechte Bildungspolitik Peter Doege Hannelore Faulstich-Wieland Lilian Hofmeister, Richterin, Gleichbehandlungsbeauftragte Barbara Prammer Heidi Schrodt, Direktorin Gymnasium Rahlgasse Silvia Ulrich Dagmar Medics, OEGJ-Frauenvorsitzende, Wien

Moderation: Tessa Prager, Journalistin, News

16.30 Uhr Ende

Aus dem Frauenbildungsprogramm der SPÖ

"Die soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern resultiert vorrangig aus der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung sowie der damit verbundenen oekonomischen Abhaengigkeit von Frauen. Wer über kein beziehungsweise kein zum Leben ausreichendes Einkommen aufgrund eigener Erwerbstaetigkeit verfügt, ist in ihrer/seiner individuellen Lebensplanung und -gestaltung nicht wirklich frei, sondern - zugespitzt formuliert - dem “Diktat” Anderer unterworfen. Da echte Gleichstellung und oekonomische Abhaengigkeit einander ausschließen, muss die Politik das überholte Leitbild einer durch die Ehe lebenslang versorgten Frau aufgeben und sich statt dessen ausdrücklich zu dem Ziel einer eigenstaendigen Existenzsicherung von Frauen bekennen. Erst auf dieser Basis lassen sich Konzepte entwickeln, die über eine bloße Gleichstellungsrhetorik beziehungsweise -kosmetik hinausgehen ...

... Ein sozialdemokratisches Frauenbildungsprogramm basiert auf der Vision von einer geschlechtergerechten Gesellschaft, einer Gesellschaft, in der Maenner und Frauen gleiche Rechte, gleiche Chancen und einen gleichberechtigten Zugang zur Erwerbsarbeit haben und einer Gesellschaft, in der die Ausbildungswege sowie die Berufswahl von beiden Geschlechtern ausgewogen wahrgenommen werden. Traditionelle Rollenfixierungen dürfen bei der Berufswahl keine Rolle spielen. In einer Gesellschaft, in der sich beide Geschlechter von ihren historisch gewachsenen Rollen emanzipiert haben, wird kein eigenes Frauenbildungsprogramm mehr noetig sein, sondern in das allgemeine Bildungsprogramm Eingang gefunden haben."
(red)

Donnerstag, 27. Juni 2002, 10.00 bis 16.30 Uhr

Hochholzerhof, BAWAG, 1010 Wien, Seitzergasse 2-4

Teilnahmebeitrag: € 20,-- (StudentInnen € 10,--)

Schriftliche Anmeldung per E-Mail
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