Österreichs Banken planen gemeinsame E-Payment-Schnittstelle

20. Juni 2002, 13:55
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800.000 Betreiber von Internet-Banking werden potenzielle Kunden von Online-Händlern

Wien - Österreichs führende Banken, die Bank Austria Creditanstalt (BA/CA)-Gruppe, die BAWAG/P.S.K.-Gruppe, die Erste Bank/Sparkassengruppe und die Raiffeisen Bankengruppe, haben sich auf eine gemeinsame technische Schnittstelle für ihre unterschiedlichen Online-Zahlungssysteme geeinigt. Dadurch werden mit einem Schlag über 800.000 heimische Internetbanker zu potenziellen Kunden für Internet-Shopbetreibern, heißt es in einer Aussendung des Bankkonsortium am Donnerstag.

Mit dem neuen E-Payment-Standard (eps) steht für den Online-Händler eine gemeinsame Schnittstelle zu den Online-Zahlungssystemen der Partnerbanken, dem Online Payment der BA/CA-Gruppe, dem Direct Pay der Bawag/P.S.K.-Gruppe, dem netpay der Erste Bank/Sparkassengruppe und dem Elba-payment der Raiffeisen Bankengruppe, zur Verfügung. Der Implementierungsaufwand für den Verkäufer sei minimal, heißt es.

Unabhängig

eps mache Internethändler unabhängig von der Bankverbindung ihrer Kunden. Der Kunde könne einen Online-Einkauf mit seiner gewohnten Internet-Banking-Überweisung bezahlen.

Ein Online-Einkauf läuft dann wie folgt ab: Der Kunde entscheidet sich auf der Webseite eines Internethändlers für ein Produkt und wählt mittels Buttons das eps-fähige Online-Zahlungssystem seiner Hausbank an. Daraufhin erscheint das gewohnte Bild seines Internetbankingsystems. Durch Eingabe des PIN-Codes erscheint die bereits vorausgefüllte Überweisungsmaske. Der Käufer braucht nur noch mit seiner Transaktionsnummer (TAN) zu unterschreiben, die Bank prüft die Daten und Käufer sowie Verkäufer erhalten die Transaktionsbestätigung. (APA)

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