Rund drei Millionen Besucher an drei Tagen

23. Juni 2002, 22:09
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Rekordverdächtiger Samaritereinsatz

Wien - Am Sonntag Abend ging das 19. Donauinselfest zu Ende. Organisator Harry Kopietz bilanzierte überwältigt positiv. Die Einsatzkräfte des Samariterbundes waren überwältigt vom enormen Einsatz. Rund 700 Mal mussten die Samariter helfend einschreiten. Der Besucherzustrom von geschätzten drei Millionen an drei Tagen sprengte alle Erwartungen.

Sensationell waren auch die Temperaturen um die 34 Grad. Entsprechend gefährlich erwies sich die Kombination von zu wenig Flüssigkeit in Form von Wasser und zu viel Alkohol. Betroffen zeigte sich der Einsatzleiter des Samariterbundes, Robert Kaminek, von den immer jüngeren Patienten im Alter zwischen 13 und 18 Jahren. Rund 30 Jugendliche mussten ob ihrer Alkoholvergiftung, die zum Teil bis zur Bewusstlosigkeit ging, behandelt werden. Am Sonntagabend zählte Kaminek rund 700 Interventionen, über 100 Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

"Sehr zufrieden" und begeistert vom "wahnsinnig tollen Publikum" zeigte sich Kopietz. Nach seiner Schätzung habe man die drei Millionen Besucher-Marke "angekratzt". Da blieben freilich einige schwarze Schafe nicht aus. Ins selbe Horn stieß die Polizei, die wohl einige Raufereien schlichten musste, aber keine ernsthafteren Delikte ausmachte. Einige Stichverletzungen und Festnahmen gab es dennoch. Unter anderem wurde eine Falschgeldhändlerin verhaftet, die 50 Euro-Blüten unter das Volk mischte.

Als Publikumslieblinge erwiesen sich wie erwartet Peter Maffay und Wolfgang Ambros, STS, Zucchero und DJ Ötzi. Wie immer begeisterte auch das Riesenfeuerwerk am Samstag. Großes Lob sprach Kopietz erneut für die Wiener Sicherheitskräfte aus, die jedes Jahr großes leisteten, damit das Donauinselfest "das größte und friedlichste Fest Europas" bleibe, sagte Kopietz. (APA)

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