Kunsthalle Wien geht in die "Offensive"

20. Juni 2002, 13:20
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Neue Homepage "ohne viel Klimbim" - Eine zweite Webseite soll Fragen wie "Soll das Kunst sein?" klären

Wien - Mit einer neu gestalteten Homepage sowie einer eigenen Abteilung und einer eigenen Website für Kunstvermittlung will die Kunsthalle Wien eine personelle und virtuelle "Kunstvermittlungsoffensive" starten, erläuterte Kunsthallen-Leiter Gerald Matt am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Auf der neuen Version der Homepage kunsthallewien.at soll "ohne viel Klimbim" ein leichter Zugang zu den für Besucher relevanten Informationen ermöglicht werden. Die Kunstvermittlungs-Webseite kunstvermittlung.at soll Fragen wie "Soll das Kunst sein?" klären.

Animierte Würfel-Objekte

Auf kunstvermittlung.at, die mit Unterstützung des Büros für Kulturvermittlung ins Leben gerufen wurde, bergen animierte Würfel-Objekte häufige Fragen, die Besucher unter anderem bei den Führungen in der Kunsthalle stellen. Wer sich fragt "Warum ist das nicht schön?", kann den Würfel öffnen und findet dann darin Texte, Gedanken, Bilder und ein Diskussionsforum zum Thema. Bei Projekten in der Kunsthalle sollen in nächster Zukunft neue Würfel mit neuen Fragestellungen erarbeitet werden. In weiterer Zukunft soll jeder virtuelle Besucher der Website eigene Würfel erstellen können. Damit sollen neue Formen der Kunstvermittlung entwickelt und deren Grenzen erforscht werden.

Die Kunsthalle Wien solle real und virtuell ein "kommunizierendes Gefäß zwischen Kunst, Künstlern und Publikum" sein und "das Modell für Kunstvermittlung in diesem Land" werden, schilderte Matt. Es gehe "nicht darum populäre Programme zu machen, sondern die Programme - auch sperrige - populär zu machen".

Virtuelle Rundgänge

Im Zentrum der neuen Kunsthallen-Seite steht ein Veranstaltungskalender, der "raschen, schnellen, einfachen Zugriff" auf das Angebot der Kunsthalle bieten soll, so Matt. Information zu Ausstellungen, Führungen, Künstlergesprächen und Veranstaltungsorten sind ebenso zu finden wie virtuelle Rundgänge durch aktuelle Ausstellungen und auch durch die leeren Räumlichkeiten der Kunsthalle im MuseumsQuartier und des project space am Karlsplatz. Letzteres sei "vor allem auch für Partner und Künstler im Ausland wichtig, die sich so ein deutliches Bild von den Gegebenheiten vor Ort machen können", schilderte Matt. (APA)

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