Erholung zum Moskauer Filmfestival

20. Juni 2002, 12:28
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Wieder russsische Beiträge im Wettbewerb, wo sie u.a. auf "Jedermanns Fest" treffen

Moskauer wieder mit russischen Wettbewerbsbeiträgen Eröffnung am Freitag mit "Acht Frauen" von Francois Ozon - Fritz Lehners im Wettbewerb

Moskau (APA/dpa) - Das mittlerweile 24. Moskauer Filmfestival hat nach einjähriger Pause wieder drei russische Filme in den Wettbewerb aufgenommen. Eröffnet wird mit der außer Konkurrenz laufenden französischen Kriminalkomödie "Acht Frauen" von Francois Ozon. Um den Großen Preis, der von einer Jury unter Vorsitz des Schriftstellers Tschingis Aitmatow vergeben wird, bewerben sich bis zum 30. Juni 16 Streifen. Juliette Binoche, Sharon Stone und Harvey Keitel sollen Glanz verleihen.

Im Wettbewerb zeigen die italienischen Brüder Paolo und Vittorio Taviani ihre Tolstoi-Verfilmung "Auferstehung". Der polnische Regisseur Krzysztof Zanussi, der 2000 in Moskau den Großen Preis erhielt, ist mit "Supplement" vertreten. Deutschsprachiger Beitrag im Wettbewerb ist "Jedermanns Fest" von Fritz Lehner mit Klaus-Maria Brandauer, der ebenfalls Gast sein wird.

2001 hatte die Festivalleitung um Regisseur Nikita Michalkow keinen einzigen russischen Film für den Wettbewerb zugelassen. In diesem Jahr wurden der Kriegsfilm "Kukuschka" von Alexander Rogoschkin, der Thriller "Einsamkeit des Blutes" von Roman Prygunow und die russisch-ukrainische Literaturverfilmung "Tschechow-Motive" der Filmemacherin Kira Muratowa nominiert. "Die Krise im russischen Kino ist noch nicht vorbei, aber sie schwächt sich ab", sagte Oscar-Preisträger Michalkow dazu. Es würden in Russland wieder mehr Filme gedreht und Kinos gebaut. Aktuell erleben Moskau und andere Städte die rasante Entwicklung von Multiplex-Filmtheatern. (APA/dpa)

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