"Traumjob" des jungen Österreichers

20. Juni 2002, 11:57
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Computerspezialist in der Stadt

Linz - Computerspezialist in der Stadt - so sieht der "Traumjob" des jungen Österreichers oder auch der Österreicherin aus. Wobei man damit rechnet, immer wieder auch die Firma zu wechseln. Wie überhaupt Mobilität ein Merkmal der arbeitenden Generation von Morgen ist. Mehrheitlich pessimistisch sind die jungen Leute, was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie anlangt. Das ist das Ergebnis einer Studie zum Thema "Jugend und Beruf", die am Donnerstag in Linz der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Die Studie wurde von dem Linzer Markt- und Meinungsforschungsinstitut Jaksch & Partner gemeinsam mit der Werbeagentur Schrangl/Preslmayer/Schaurhofer Marketing GmbH erstellt. Befragt wurden im Oktober und November des vergangenen Jahres in persönlichen Interviews 1.036 österreichische Jugendliche an Hauptschulen, höheren Schulen, Fachhochschulen und Universitäten. Im Mittelpunkt standen die Perspektiven und Motive der jungen Leute für die Berufswahl.

Zukunftsblicke sind positiv

Rund 90 Prozent erklärten grundsätzlich, dass sie ihrer beruflichen Zukunft mehr oder minder "positiv" entgegenblicken, nur etwa zehn Prozent waren in dieser Hinsicht negativ eingestellt. Wobei 80 Prozent diese berufliche Zukunft im "großstädtischen Bereich" sehen, die restlichen 20 Prozent tendierten in den ländlichen Raum. Von einer "guten Entwicklung der österreichischen Wirtschaft" sind nach dieser Studie 65 Prozent der Jugendlichen überzeugt, 35 Prozent sehen in dieser Hinsicht eher schlechte Perspektiven. Für 88 Prozent der jungen Österreicherinnen und Österreicher ist die EU eine "Chance".

Keine Illusionen machen sich die Jugendlichen hinsichtlich der "Mobilität". Dass diese für das Erreichen beruflicher Ziele erforderlich sei, davon sind 87 Prozent überzeugt. Und 90 Prozent meinten auch, dass sie im Laufe der Zeit den Arbeitsplatz wechseln werden, nur zehn Prozent rechneten mit einer "lebenslangen Zugehörigkeit zu einem Unternehmen". Die Mehrheit von rund 70 Prozent glaubt auch, dass sie es ohne Probleme schaffen werde, Beruf und Familie zu vereinbaren, immerhin 30 Prozent sind in dieser Hinsicht aber pessimistisch.

Angst vor Arbeitslosigkeit

Angst vor Arbeitslosigkeit haben rund 20 Prozent, bei der Mehrheit von fast 80 Prozent ist die Sorge vor einem Jobverlust nicht vorhanden. Wobei die jungen Österreicherinnen und Österreicher die Fähigkeit zur "Anpassung" und auch die Bereitschaft zur "Unterordnung" als besonders wichtig im Berufsleben betrachten, 76 Prozent waren dieser Meinung. Und ebenso erklärten sich rund 75 Prozent persönlich "bereit" zu dieser Anpassung.

Gefragt wurde schließlich auch, in welchen Bereichen die Jugendlichen am liebsten arbeiten würden: 20 Prozent nannten die "Computerbranche", weitere 16 Prozent die "Industrie" und knapp 13 Prozent die "Medien". Handel, Banken und Versicherungen sind für rund 10 Prozent erstrebenswert, die Gastronomie und der Tourismus nur für knapp fünf Prozent. Der Rest waren prozentuell geringe Nennungen für andere Branchen. (APA)

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