Grüne Kritik an Österreichs restriktiver Politik

20. Juni 2002, 11:42
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Stoisits: Ursachen, nicht Flüchtlinge bekämpfen

Wien - Die Grüne Menschenrechtssprecherin Terezija Stoisits übt erneut Kritik an der ihrer Meinung nach restriktiven heimischen österreichischen Asylpolitik. In einer Aussendung wirft sie am Donnerstag der österreichischen Regierung vor, diese Haltung auch beim Gipfel in Sevilla vertreten zu wollen. "So lange die Flüchtlinge und nicht die Fluchtursachen bekämpft werden, wird man das Flüchtlingsproblem nicht lösen können", so Stoisits.

Die Grünen fordern Innenminister Ernst Strasser auf, die kürzlich beschlossene EU-Richtlinie zu Mindestnormen für die Versorgung von Asylsuchenden "unverzüglich umzusetzen. Das Recht auf ein menschenwürdiges Leben darf keinem Asylsuchenden verweigert werden", betont Stoisits.

Die Volkshilfe hat heute an die Behörden appelliert, schwangere Frauen und Frauen mit Kindern nicht in Schubhaft zu nehmen.

Der "Verein zur Betreuung von Folter- und Kriegsüberlebenden Hemayat" (persisch für "Schutz") fordert bessere medizinische und psychologische Versorgung von Foltreropfern in Österreich. (APA)

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