Strasser: Einwanderung durch die Hintertür muss vermieden werden

20. Juni 2002, 11:41
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Innenminister für Harmonisierung der europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik

Wien - Zentraler Ansatz in der Flüchtlingsfrage ist für Innenminister Ernst Strasser (V) die Hilfe in der Region und in Verbindung damit die Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern. Entscheidend sei aber auch die weitere Harmonisierung der europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik, deponiert der Innenminister in einer Aussendung am Donnerstag. Strasser begrüßt es, dass beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Sevilla das Thema "Flüchtlinge und Illegale Einwanderung" ganz oben auf der Tagesordnung steht.

"Wir brauchen eine klar geregelte Einwanderung, wir müssen aber auch vermeiden, dass es durch illegale Migration zu einer Einwanderung durch die Hintertür kommt", so Strasser. Das Innenministerium arbeite derzeit an einer Beschleunigung des Asylverfahrens durch eine raschere Erstabklärung und eine Verbesserung der Betreuung für Asylwerber, berichtete der Ressortchef.

Im Jahre 2001 haben mehr als 30.000 Personen um Gewährung von Schutz in Österreich angesucht. Im Zeitraum 1. Jänner bis 31.Mai dieses Jahres wurden 14.189 Asylanträge verzeichnet. Die größten Gruppen der Asylwerber kamen aus Afghanistan (2.911), Irak (1.415), der Türkei (1.325), der Bundesrepublik Jugoslawien (1.226), Armenien (1.197) und Georgien (1.123). (APA)

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