"Frauen bleiben oft auf der Strecke"

20. Juni 2002, 11:25
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Wiener Caritasdirektor weist auf unzureichende Versorgung von AsylwerberInnen durch die Bundesbetreuung hin

Wien - Der Wiener Caritasdirektor Michael Landau nimmt den "Tag des Flüchtlings" zum Anlass, um auf die seiner Meinung nach unzureichende Versorgung von Not leidenden und Mittel losen AsylwerberInnen durch die Bundesbetreuung hinzuweisen. Es sei zu wenig bekannt, dass die Verweigerung der Bundesbetreuung auch die Verweigerung von medizinischer Betreuung bedeute; oft seien es Frauen, die so auf der Strecke blieben.

Landau wünscht sich auch von der Stadt Wien entschiedenere Signale und eine andere Praxis. So sehr private Unterstützung wichtig ist - "aber Gesundheitsfürsorge darf kein Gnadenakt sondern muss eine Selbstverständlichkeit sein!" Der Wiener Caritas-Direktor wiederholt daher die Forderung nach einer Krankenversorgung aller AsylwerberInnen in Österreich. Er hoffe, so der Wiener Caritasdirektor, dass das neue Konzept der Grundversorgung dies beinhalten wird.

Notwendig sei es, so Landau in einer Aussendung am Donnerstag, über die Grenzen der EU hinauszudenken. Verantwortungsvolle Politik müsse wirkungsvolle Maßnahmen zur Bekämpfung der Fluchtursachen beinhalten. (APA)

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    Michael Landau (Archivbild)
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