Tirol: Ärzte handelten mit Morphium

20. Juni 2002, 21:21
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Zwei praktische Ärzte aus dem Tiroler Ötztal sitzen in U-Haft

Innsbruck - Zwei praktische Ärzte aus dem Tiroler Ötztal sitzen in U-Haft, weil sie im Verdacht stehen, in einen Handel mit Morphiumpräparaten verstrickt zu sein. Der eine, der eine Hausapotheke betreibt, soll dem Kollegen große Mengen der Medikamente unbefugt weitergegeben haben. Der zweite Arzt soll ihn dazu genötigt haben - womit sei unklar, sagt Gerichtssprecher Hannes Seiser.

Welchen Gebrauch der Empfänger vom Morphium machte, ist nicht geklärt. Ebenso wenig, ob auch Geld floss und weitere Personen involviert sind. Bei der Visitation der Hausapotheke war aufgefallen, dass der - geständige - Arzt große Mengen Morphium bezogen, aber weit weniger ordnungsgemäß abgegeben hatte. (bs, DER STANDARD Printausgabe 21.6.2002)

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