Mit P2P-Technologie gegen Spam

20. Juni 2002, 10:14
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Cloudmark will Community gegen unerwünschte Massenmails aufbauen

Das US-Start-up Cloudmark will mit P2P-Technologie gegen Spam vorgehen. SpamNet soll nach Angaben des Unternehmens Endverbraucher zu einem Netz zusammenschließen, damit sich diese effektiv gegen unerwünschte E-Mails wehren können. "Unser Ziel ist es, mit SpamNet die effektivste Methode bereitzustellen, Spam zu stoppen", erklärte Karl Jacob, CEO von Cloudmark. Das System soll bis zu 75 Prozent aller Spam automatisch ausfiltern.

Umleitung

"Stellen Sie sich vor, dass mehrere Millionen User, die die Napster-Community formten, ihr Netzwerk im Kampf gegen Spam einsetzen", sagte auch Jordan Ritter, Cloudmark-CTO und ehemaliger Gründer von Napster. Die P2P-Technologie operiert in Echtzeit. SpamNet verfügt über ein "Truth Evaluation System", das dafür sorgen soll, dass wirklich nur Spam-Mails ausgefiltert werden.

Umfassende Information

Jedes Mal, wenn der Benutzer die "Block"-Funktion anklickt, um eine unerwünschte Mail aus ihrer Inbox zu entfernen, wird die gesamte Community von SpamNet verständigt. Damit werden automatisch alle Nachrichten von dieser Adresse für alle Teilnehmer als Spam gekennzeichnet. SpamNet löscht allerdings nicht die Mails, sondern verschiebt sie nur in einen eigenen Spam-Folder. Umgekehrt kann ein User mit der "Unblock"-Funktion Nachrichten von einer Adresse wieder freischalten.

Eine Beta-Version wird kostenlos auf der Webseite von Cloudmark angeboten. In den kommenden Monaten sollen zusätzlich Add-ins für die meisten E-Mail-Clients auf den Markt kommen. (pte)

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