Großbrand in Colorado: Anklage gegen Forstangestellte

20. Juni 2002, 08:01
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65 Jahre Haft drohen wegen vorsätzlicher Brandstiftung

Denver - Eine Bundesanklagekammer im US-Staat Colorado hat am Mittwoch (Ortszeit) gegen eine langjährige Mitarbeiterin der Forstbehörde Anklage wegen vorsätzlicher Brandstiftung erhoben. Die 38-jährige Frau soll den größten Waldbrand in der Geschichte des Bundesstaats verursacht haben, der seit seinem Ausbruch am 8. Juni knapp 55.000 Hektar Land verwüstet und 25 Häuser zerstört hat. Die Staatsanwaltschaft hatte Zweifel an der Darstellung der Frau geäußert, die das Feuer versehentlich ausgelöst haben will.

Sie erklärte nach ihrer Festnahme, sie sei unterwegs gewesen, um das Verbot von Lagerfeuern zu überwachen und habe an einer Feuerstelle einen Brief ihres Ehemannes verbrannt. Die Flammen hätten sich dann schnell ausgebreitet. Nach Erkenntnissen der Ermittler bemühte sich die Frau darum, den Brand wie ein außer Kontrolle geratenes Lagerfeuer erscheinen zu lassen. Über mögliche Motive der Forstangestellten wollte sich Staatsanwalt John Suthers in Denver nicht äußern. Der Frau drohen bis zu 65 Jahre Haft und eine Geldstrafe von einer Million Dollar (1,054 Mill. Euro). (APA/AP)

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