Anti-Terror-Kampf führt in Pakistan zu Übergriffen

20. Juni 2002, 06:58
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Amnesty International wirft Abschiebungen in Länder mit Folter vor

London - Amnesty International hat Pakistan vorgeworfen, im Zuge des Kampfes gegen den Terrorismus fortgesetzt die Menschenrechte zu verletzen. Unter dem Verdacht der Mitgliedschaft in der Terror-Organisation El Kaida oder bei den Taliban seien Hunderte von Pakistanis und Ausländern verhaftet worden, berichtete die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag in London. Ein Teil von ihnen sei abgeschoben worden, unter anderem in die USA und in Länder wie China, wo ihnen Folter und Hinrichtung drohten.

Keine Möglichkeit Anwalt zu konsultieren

Die Beschuldigten hätten weder die Möglichkeit, Kontakt zu Verwandten aufzunehmen, noch einen Anwalt zu konsultieren. "Rechtsstaatlichkeit ist unter diesen Umständen nicht gegeben", sagte die Pakistan-Expertin von Amnesty, Sigrid Krieg. "Pakistan ist eines der Länder, die seit dem 11. September die Menschenrechte auf dem Altar der Sicherheit geopfert haben. Doch wirkliche Sicherheit ohne Menschenrechte kann es nicht geben." (APA/dpa)

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