DO & CO mit mehr Gewinn

20. Juni 2002, 13:23
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Wiener Gastronomiekonzern kann Terrorauswirkungen kompensieren - Heuer weitere Airline-Kunden erwartet

Wien - Der börsenotierte Catering-Konzern DO & CO hat die Folgen der durch die Terroranschläge ausgelösten Airlinekrise gut überstanden und im vergangenen Geschäftsjahr 2001/02 (per Ende März) Umsatz und Gewinn steigern können. "Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir keine Änderung des wirtschaftlichen Umfelds", eine Belebung sei erst 2003 zu erwarten, hieß es am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens. Man gehe aber davon aus, im laufenden Geschäftsjahr weitere Fluglinien im größten Geschäftsbereich Airline-Catering zu gewinnen, beim Event-Catering wolle man vor allem in Deutschland und den USA stärker Fuß fassen.

Strategischer Partner Raiffeisen

Raiffeisen, über eine Holding zu 15 Prozent an DO & CO beteiligt, eigne sich angesichts seines Engagements im Lebensmittelbereich "extrem gut" als strategischer Partner, sagte Firmenchef Attila Dogudan. Als konkretes Beispiel für eine mögliche Zusammenarbeit nannte Dogudan die Belieferung von Airlines mit Tiefkühlkost - nicht unter der Marke DO & CO, aber mit dessen Know-how.

Vorsichtige Investitionspolitik

Den Umbau der DO & CO-Gatronomiebetriebe im Haas-Haus am Stephansplatz in Wien (ab Herbst) sowie ein Projekt in New York nannte Dogudan als mögliche Investitionen für das laufende Geschäftsjahr. Was Investitionen betreffe, agiere man allerdings vorsichtig, betonte Dogudan: "Man weiß derzeit nicht, wie sich der Markt bewegen wird. Stellen sie sich die Auswirkungen auch nur eines 'kleinen' weiteren 11. September vor." Man sei stolz darauf, bisher keine Bankfinanzierung benötigt zu haben und wolle auch weiterhin aus dem Cash-Flow wachsen.

In den vergangenen Wochen hat DO & CO in Mailand neue Catering-Verträge mit den South African Airways (SAA) und den "Emirates" abgeschlossen. In New York sei man mit der Sabena-Nachfolgegesellschaft ins Geschäft gekommen, in Miami liefere man neuerdings an eine auf Geschäftsreisen spezialisierte Airline. In diesem Geschäftsbereich gebe es "Potenzial" in New York und Europa, sagte Dogudan. Im Event-Catering konnte DO & CO den Vertrag mit der Formel 1 auf "mehrere Jahre" verlängern, sagte Dogudan. In diesem Geschäftsfeld, das 35 Prozent des Umsatzes stellt, "haben wir uns nicht an Preisschlachten beteiligt" und werde weiter auf hohe Qualität und viel Handarbeit setzen, meinte DO & CO-Finanzvorstand Franz Kubik.

Mehr Umsatz

Im Geschäftsjahr 2001/02 (erstmals wurde nach IAS bilanziert) hat DO & CO insgesamt einen um 2,4 Prozent höheren Umsatz von 91,8 (89,7) Mill. Euro erzielt, der Betriebserfolg stieg um 4,2 Prozent auf 3,5 (3,3) Mill. Euro. Ende März beschäftigte der Konzern 914 Mitarbeiter. (APA)

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