Optimusmus unter Fondsmanagern wächst

19. Juni 2002, 14:48
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Merill Lynch-Studie signalisiert Zuversicht - Skepsis für US-Aktien

Wien - Deutlich zuversichtlicher sehen Fondsmanager laut einer aktuellen Studie der Investmentbank Merrill Lynch die weitere Entwicklung der Aktienmärkte. Der auf Basis von Umfragen unter Fondsmanagern monatlich ermittelte Stimmungsindikator "Stock Market Conditions Indicator" stieg im Juni deutlich auf 12,3 von 9,2 im Mai. Das Stimmungsbarometer erreichte damit den höchsten Stand seit März 2002.

Erholung im Herbst

Vor allem die Ergebniserwartungen der Fondsmanager sei überraschend stabil ausgefallen, kommentiert der Merrill Lynch-Chefstratege David Bowers die Umfrageergebnisse. Im Herbst könnte damit laut der Merrill Lynch-Studie eine Wirtschaftserholung bevorstehen, die alle Erwartungen übertrifft.

Während die Ertragsschätzungen sich nur wenig verändert haben, hatte sich vor allem die Einschätzung der Fondsmanager zum Bewertungsniveau der Aktien stark geändert. Laut der Umfrage schätzen die Fondsmanager die Aktienmärkte als unterbewertet ein.

Skepsis für US-Unternehmensergebnisse

Skeptisch zeigen sich die Fondsstrategen hingegen für US-Aktien. 32 Prozent der 282 befragten Fondsmanager bescheinigen den USA den am wenigsten günstigen Ausblick für Unternehmensergebnisse, die USA weisen damit unter allen Regionen einschließlich Japan den schlechtesten Umfragewert aus. Die beste Ergebnisqualität erwarten die Fondsmanager von Unternehmen aus Europa. (APA)

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