Neue JoWooD-Aktie für sechs Euro

19. Juni 2002, 18:51
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Ausgabepreis deutlich unter ursprünglicher Preisuntergrenze

Wien - Der an der Wiener Börse notierte steirische Computerspiele-Produzent JoWooD (Rottenmann) hat am Mittwoch den Preis für im Zuge einer Kapitalerhöhung ausgegebenen neue Aktien mit 6 Euro festgelegt, teilte JoWooD am Mittwochabend nach Börseschluss mit. Damit liegt der Ausgabepreis sogar deutlich unter der ursprünglich festgesetzten Preisuntergrenze von 8,40 Euro. Statt der geplanten 2,4 Millionen jungen Aktien hat sich das Unternehmen außerdem entschlossen, nur 1,6 Millionen junge Aktien auszugeben. Die 305.016 alten Aktien des Inkubators march.fifteen wurden gleichzeitig wie geplant platziert.

Schlechtes Börseumfeld

JoWooD-Vorstand Andreas Tobler begründet den Schritt mit dem schlechten Börseumfeld zu Ende der Bookbuilding Periode. Eine Verschiebung der Kapitalerhöhung habe man zwar überlegt. Letztendlich habe man sich aber dafür entschieden, den "Wachstumspfad" des Unternehmens fortsetzen zu wollen. "Eine Verschiebung wäre ein Rückschritt gewesen", sagte Tobler am Mittwochabend zur APA.

Zum Einen sollen mit den Erlösen aus dem Kapitalschritt die bereits vollzogene Akquisition der Computerspielsparte des deutschen Spieleriesen Ravensburger finanziert werden, zum anderen plant JoWooD mittelfristig noch weitere Firmenzukäufe. "Chancen, die am Markt aufkommen, wollen wir dank der Kapitalerhöhung kurzfristig nutzen können", so Tobler.

Kurssturz

Die JoWooD-Aktie war Mittwochnachmittag nach einem rasanten Kurssturz um fast 12 Prozent auf 7,00 Euro vom Handel ausgesetzt worden. Die Aussetzung wurde von der Wiener Börse veranlasst. Tobler bezeichnete den Schritt als faire Lösung. "Wenn Leute heute Nachmittag noch zu einem höheren Kurs gekauft hätten, wäre das unfair gewesen", meint der JoWooD-Chef. (APA)

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