Für Softwarepiraten wird es eng - Hinweise auf Raubkopierer steigen

19. Juni 2002, 14:18
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Neue Offensive der Business Software Alliance

Das Geschäft der Raubkopierer wird immer gefährlicher. In Österreich sind in den ersten sechs Monaten 2002 bei der Business Software Alliance (BSA) um 5 Prozent mehr Hinweise auf den Einsatz illegaler Software bei Unternehmen als im gleichen Zeitraum 2001 eingegangen. Gleichzeitig stieg auch die Summe der Vergleichs- und Nachlizenzierungszahlungen ertappter Unternehmen von 85.000 auf über 211.000 Euro. Auch die Zahl der Zugriffe auf die BSA-Internetseite, wo Internet-User Softwarepiraterie melden können, stieg um 400 Prozent an, teilte die BSA am Mittwoch in ihrer Bilanz zum ersten Halbjahr mit.

Große Firmen genauso wie einen jungen Mann

Dabei erwischte es große Firmen genauso wie einen jungen Mann, der über das Internet selbst gebrannte Raubkopien verkaufte. Bereits 2001 wurden in 6.500 Fällen rechtliche Schritte gegen europäische Unternehmen eingeleitet, die unlizenzierte Software einsetzen, so die BSA weiter.

Verschärft

Nachdem die Piraterie-Rate 2001 zum zweiten Mal in Folge angestieg, hat die BSA ihren Kampf gegen Softwarepiraterie verschärft. Die neue Offensive sei die Reaktion auf die gestiegene Raubkopierate in Westeuropa und weltweit.

"Dies ist eine scharfe Antwort der europäischen Softwareindustrie, deren Geduld durch den Anstieg der Softwarepiraterie auf die Probe gestellt wurde", erklärt Beth Scott, Vizepräsident von BSA-Europa. Die Softwareindustrie in Europa habe schon mit der weltweiten IT-Krise zu kämpfen. Die steigende Piraterie-Rate sorge für Beunruhigung, denn "keine Branche kann es sich leisten, dass 40 Prozent ihres Geschäftes durch Diebstahl verloren gehen", so Scott.

Härtere Gangart gefordert

Die BSA mahnt deshalb bei den europäischen Regierungen eine härtere Gangart gegen Softwarepiraterie und die Harmonisierung der europäischen Gesetzgebung ein. Vor allem die EU-Enforcement-Richtlinie könne hier entscheidende Impulse liefern, heißt es.

Tools

2001 erhielten über eine Millionen Unternehmen von der BSA Anregungen und Hilfe zur Überprüfung ihrer Softwarebestände. Das Internet steht auf der Prioritätenliste der BSA oben an. Die Online-Recherche der Ermittlerteams wird durch neue Tools und Techniken verstärkt, und die Internet-Ermittlerteams der BSA suchen weiter aktiv nach illegalen Angeboten im Netz.(APA)

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