Bevölkerung wünscht sich Alternativen zur Schulmedizin

19. Juni 2002, 11:08
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Umfrage: 41 Prozent sehen herkömmliche Behandlungspalette des Arztes als nicht ausreichend an

Klagenfurt - Das Klagenfurter Humaninstitut hat aus seiner laufenden sozialhygienischen Studie "Wert der Gesundheit" Ergebnisse zum Image und der Akzeptanz medizinischer Dienstleistungen in der österreichischen Bevölkerung aus aktuellem Anlass herausgenommen, um diese in die öffentliche Debatte einzubringen. Dabei hat sich herausgestellt, dass einerseits die angebotene medizinische Versorgung zufrieden stellend ist, andererseits aber der Wunsch nach Alternativen immer größer wird.

Auf die Frage nach der Zufriedenheit haben 24 Prozent der 670 nach dem Quotaverfahren befragten Personen mit "sehr zufrieden", 32 Prozent mit "zufrieden", 31 Prozent mit "teilweise zufrieden" und 13 Prozent mit "wenig zufrieden" geantwortet.

Mängel

Die Angebote von Behandlungsmethoden, die der behandelnde Vertrauensarzt zur Verfügung hat, wird von 41 Prozent als nicht ausreichend angesehen. Nur 33 Prozent halten diese für ausreichend, die restlichen 26 Prozent haben dazu keine Meinung.

Auf die Frage, ob dem Vertrauensarzt eine größere Auswahl alternativer Heilmittel und Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen sollte, antworteten 52 Prozent mit Ja und 23 Prozent mit Nein. Die restlichen 25 Prozent wollten sich dazu nicht äußern.

Geldfrage

61 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Kassen auch für nachweislich wirksame alternative Behandlungsmethoden zahlen sollten. Zwölf Prozent sprechen sich dagegen aus, die restlichen 27 Prozent machten dazu keine Angaben. (APA)

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    Akupunktur: der bislang vielleicht anerkannteste Bereich der "Alternativmedizin"

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