IT-Jobangebote weiter im Sinken

20. Juni 2002, 13:36
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Laut einer Auswertung fürs erste Quartal 2002 sind die Jobangebote in der Computerbranche weiterhin rückläufig

Das Jobangebot für Fachkräfte in der Computerbranche schrumpft bedenklich. Die Auswertung der Stellenmärkte in den Tageszeitungen Kurier, Der Standard und Presse für das erste Quartal 2002 zeigt, dass sich die angebotenen Jobs im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres von 1493 auf 516 reduziert haben. Das entspricht einem Einbruch der Nachfrage im Jahresvergleich um 65 Prozent.

Noch im Jahr 2000 befand sich die IT-Jobangebote auf hohem Niveau, erst gegen Jahresende ist es zu einer Abschwächung gekommen. Im ersten Quartal 2001 wurde ein Höchsstand erreicht und seitdem ging es kontinuierlich bergab. Allerdings mit einer deutlich gebremsten Abschwächungsdynamik - im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres verringerte sich das Angebot an Jobs in der Branche um 7 Prozent.

Die Erhebung, die von Robert Fitzthum Management Consulting durchgeführt wurde, zeigt, dass vor allem die Jobangebote für Programmierer und Entwickler sowie für den Vertrieb zurückgegangen sind und zum rückläufigen Gesamttrend stark beigetragen haben.

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So reduzierte sich die Jobangebot für die beiden genannten Hauptsegmente im Jahresvergleich um 66 bzw. 67 Prozent. Ebenfalls massiv war der Einbruch bei Systemoperatoren und den nicht technischen Support mit 51 Prozent sowie für Netzwerkspezialisten mit 53 Prozent. Besonders stark kippte die Nachfrage für Datenbank-Spezialisten (-82%) und MitarbeiterInnen im technischen Support (-78%).

Im Vergleich zum vierten Quartal 2001 reduzierten sich die Jobs im Bereich Programmierung und Entwicklung um 13 Prozent, für den Vertrieb um 10 Prozent. Damit liegen beide Segmente klar über dem Gesamttrend mit einem Minus von sieben Prozent. Besonders die Angebote für SAP-Spezialisten sind um 43 Prozent zurückgegangen, einzig gegen den Trend stieg die Nachfrage bei Netzwerkspezialisten um 10 Prozent.

Laut Robert Fitzthum, dem Herausgeber des IT-Indikators, sei aber die Talsohle bedingt durch die gebremste Abschwächungsdynamik in Sicht. Gleichzeitig warnt er aber vor übereiltem Optimismus. (red)

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