Chrysler will Entwicklungskosten drastisch senken

19. Juni 2002, 10:46
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Frankfurt - Die DaimlerChrysler AG will einem Bericht der "Financial Times" zufolge die Entwicklungskosten für neue Modelle der Marke Chrysler um 23 bis 25 Prozent senken. Außerdem wolle das Unternehmen zu einer flexiblere Fertigung in Nordamerika kommen, sagte Chrysler-Chef Dieter Zetsche der Zeitung. "Wir arbeiten an einer großen Studie, um einen neuen Fertigungsprozess zu entwickeln", sagte Zetsche.

Chrysler strebe eine Produktionsflexibilität an, wie sie japanische Autohersteller wie Toyota oder Honda hätten. Diese Hersteller sind in der Lage, verschiedene Automodelle auf ein und derselben Produktionslinie herzustellen.

Chrysler hatte im ersten Quartal 2002 einen operativen Gewinn von 127 Mill. Euro erwirtschaftet nach einem Verlust von 1,4 Mrd. Euro im Jahr zuvor. DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp hatte in einem Interview Anfang des Monats gesagt, Chrysler könnte auch für das Gesamtjahr 2002 einen Gewinn erwirtschaften, sofern der Aufschwung des US-Marktes anhalte. (APA/Reuters)

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