Union und FDP in Umfrage ohne Mehrheit

19. Juni 2002, 09:04
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15 Prozent Vorsprung für Schröder vor Stoiber - Exzellente Werte für Joschka Fischer

Hamburg/Wien - In Deutschland sind CDU/CSU und FDP nach dem Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage für die Hamburger Illustrierte "stern" derzeit ohne Mehrheit. Wie in der Vorwoche kommen sie gemeinsam auf 48 Prozent der Wählerabsichten. Ebensoviel würden SPD, Grüne und PDS erhalten, wenn jetzt Bundestagswahlen wären. Die Werte aller Parteien blieben im Vergleich zur Vorwoche unverändert: 38 Prozent für CDU/CSU, zehn für die FDP, 36 für die Sozialdemokraten, jeweils sechs Prozent für Grüne und PDS.

Auch bei der so genannten "Kanzlerfrage" ("Wen würden sie direkt zum Kanzler wählen?") liegt Gerhard Schröder (SPD) mit 44 Prozent unverändert 15 Prozentpunkte vor dem Kanzlerkandidaten von CDU/CSU, Edmund Stoiber, für den sich nur 29 Prozent entschieden.

Exzellente Werte erzielte in der "stern"-Erhebung Außenminister und Vizekanzler Joschka Fischer (Grüne). Auf die Frage "Wer sollte nach der Wahl Außenminister sein?" sprachen sich 58 Prozent der Befragten für den grünen Minister aus. Nur 18 Prozent der Befragten wollen Ex-CDU-Parteichef Wolfgang Schäuble als Außenminister sehen. Er war am 12. Juni von Stoiber für den Bereich Außenpolitik in das "Kompetenzteam" der Union berufen worden. Für SPD-Chef Guido Westerwelle als Außenminister entschieden sich elf Prozent. Sogar 53 Prozent der FDP- und 36 Prozent der Unions-Anhänger wünschen, dass Fischer auch nach der Wahl im Amt bleibt. Bei den Anhängern der Grünen wollen dies 86 Prozent, bei denen der SPD 80 und denen der PDS 62 Prozent.

Bis zur Bundestagswahl veröffentlicht der "stern" wöchentlich eine aktuelle Umfrage zur politischen Situation in Deutschland. Im Auftrag von "stern" und RTL befragte das Institut Forsa zwischen dem 10. und 15. Juni 3031 repräsentativ ausgesuchte deutsche Bundesbürger in Ost und West. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/-2,5 Prozentpunkten. (APA)

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