Geheimnis Notengebung

18. Juni 2002, 19:49
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"Ungerecht": Wer mit seiner Note unzufrieden ist, dem kommt solches Urteil gerne über die Lippen - und das macht's vielleicht auch leichter, den enttäuschten Eltern die Sachlage darzulegen. Dennoch: Noten werden nicht gewürfelt, Lehrer müssen sich an einer Leistungsbeurteilungsverordnung orientieren.

Jahresnote: Alle im Unterrichtsjahr erbrachten Leistungen zählen - ins Gewicht fällt, ob die Leistungskurve ansteigt oder fällt.

Sehr gut: Diese Note gibt es dann, wenn die Anforderungen "in weit über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß erfüllt" werden und deutliche Eigenständigkeit bewiesen wird.
Gut: Der Lehrstoff wird "in über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß" erfüllt, Eigenständigkeit ist erkennbar.
Befriedigend: Damit kann rechnen, wer den Lehrstoff "in den wesentlichen Bereichen zur Gänze" begriffen hat; Mängeln muss eine gewisse Eigenständigkeit gegenüberstehen.
Genügend: Wer den Lehrstoff "überwiegend" begriffen hat, kann damit rechnen.
Nicht genügend: Das blüht einfach jenen, die die Anforderung für einen Vierer nicht schaffen.

(red, APA/DER STANDARD, Printausgabe, 19.6.2002)

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