Gleich fünf Shortlist-Plätze

9. April 2004, 16:43
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Viermal ist Palla, Koblinger-Proximity vertreten, einmal FCB Kobza, weiß Fred Koblinger

Draußen flimmert die Luft, der alte Hafen von Cannes liegt wie eine kitschige Postkarte vor uns. Drinnen rauchen die Köpfe trotz frostigen Klimas im Palais. 25 Juroren kämpfen mit 1100 Einreichungen, Erschöpfung garantiert.

Die Arbeiten? Wie die Börsenkurse: die meisten im Keller. Viel Durchschnitt, nur wenige Highflyer. Und doch: 118 schaffen den Sprung auf die Shortlist.

Erst da wird klar: Ausgezeichnete Arbeiten sind wie gefährdete Tierarten - sie existieren Gott sei Dank immer noch, sind aber schwer zu finden.

Nun sind also einige davon hinter Gittern. Wir haben zwei Tage Zeit, sie zu bewundern und die Löwen darunter zu finden.

25 Prozent der Arbeiten auf der Shortlist kommen aus Großbritannien, je zehn Prozent aus Spanien, Deutschland und den USA. Und good old Austria? Not bad, aber noch inoffiziell: Fünf Arbeiten habe ich auf dieser Shortlist entdeckt, vier von Palla, Koblinger-Proximity, eine von FCB Kobza. Ein starkes Lebenszeichen, aber vorerst nicht mehr. Noch gibt es 113 starke Konkurrenten. (DER STANDARD, Printausgabe, 19.6.2002)

Fred Koblinger ist Geschäftsführer von Palla, Koblinger-Proximity. Er berichtet für den STANDARD aus der Jury für Direktmarketing in Cannes.
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