Gletscherbahnen Kaprun erstatten nach Medienberichten Anzeige

18. Juni 2002, 17:01
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Pressesprecher Schiffl: Die Aussagen des Unbekannten in den Medien "Die Presse" und "WDR" sind unwahr

Nach Berichten im deutschen Fernsehsender "WDR" und in der österreichischen Tageszeitung "Die Presse" haben heute, Dienstag, die Gletscherbahnen Kaprun AG beim Wiener Landesgericht einen Antrag auf Einleitung von Vorerhebungen gegen unbekannt gestellt: Grund dafür sind Aussagen eines anonymen Zeugen, der gegen die Gletscherbahnen schwere Vorwürfe erhoben hatte, die laut Unternehmenssprecher Harald Schiffl jeder Grundlage entbehren.

Nach Aussage des Zeugen hätten die Gletscherbahnen offensichtlich aus wirtschaftlichen Gründen einen hoch qualifizierten Mitarbeiter aus dem Unternehmen gedrängt, um dadurch den Sicherheitsstandard der Gletscherbahn durch Reduktion der Überprüfungen und Sicherheitsvorkehrungen zu gefährden, so Schiffl in einer Aussendung.

Der Zeuge habe einen Zusammenhang mit dem Seilbahnunglück vom 11. November 2000 hergestellt und dadurch den Gletscherbahnen die Schuld am Tod von 155 Menschen vorgeworfen, meinte der Unternehmenssprecher. "Die Behauptungen des Zeugen sind zur Gänze unwahr. Weder wurde 1995 ein Maschinenbauingenieur aus dem Unternehmen gedrängt, noch hat sich danach die Zahl der Prüfungen an der Gletscherbahn reduziert. Es hat sich auch nicht um eine Husch-Pfusch-Revision gehandelt", stellte Schiffl fest. Die Gletscherbahnen forderten den Zeugen auf, aus seiner Anonymität herauszutreten und seine Angriffe zu untermauern. (APA)

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