Sony Ericsson drängt auf Massenmarkt

18. Juni 2002, 17:40
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Multimedia-Handys stehen auf dem Plan - In Österreich bereits im ersten Quartal Profit-Zone erreicht

Wien - Das im Oktober 2001 gegründete schwedisch-japanische Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson hat in Österreich im ersten Quartal 2002 bereits die Profit-Zone erreicht und will seine Marktanteile durch mobile Multimedia-Produkte für den Massenmarkt ausbauen. "Unser Ziel ist, innerhalb der nächsten fünf Jahre weltweit die Marktführerschaft zu übernehmen", sagte Andrea Gaal, die als General Manager die Geschäfte von Sony Ericsson Mobile Communications in Österreich und der Schweiz leitet, am Dienstag vor Journalisten in Wien.

Nachdem am österreichischen Markt im April das erste im oberen Preissegment angesiedelte MMS-Handy (Multimedia Messaging Services) eingeführt worden ist, will das Unternehmen nun mit Endgeräten für den Massenmarkt sein Sortiment vervollständigen. Beitragen sollen dazu drei neue Triband-GSM-Geräte, die ab dem 3. Quartal in Österreich verfügbar sein werden. MMS stoße auf reges Interesse der Konsumenten, erklärte Marketingleiter Christian Sturm. Rund 80 Prozent des MMS-Handys T68i würden bereits mit dem optional erhältlichen Kamera-Modul verkauft.

"Interessante Anwendungen"

"Neue Handys sind aber nicht genug, wir brauchen auch interessante Anwendungen", so Gaal. Hier setze man vor allem auf Partnerschaften. Im Bereich Entertainment (mobile Spiele und polyphone Klänge) habe Sony Ericsson deshalb Partner wie Atari, iFone und den Spielehersteller THQ gewonnen. "Kultverdächtige Spiele", wie der Klassiker "Asteroids" sollen dadurch die Handys erobern. Im Bereich Connectivity, also der Verbindung von Produkten zum Austausch von Daten, habe man sich mit TDK zusammengetan, einem Spezialisten für Bluetooth-Zubehör. Bei Imaging (Bilder empfangen und versenden) sei man eine Partnerschaft mit Hallmark, dem laut Angaben größten Grußkartenhersteller der Welt, eingegangen, um MMS-Inhalte zu entwickeln.

Zum Publikumsrenner soll sich das T300 entwickeln, das als erstes Handy im unteren Preissegment MMS-tauglich sei. Das Gerät verfüge zudem über GPRS, ein Farbdisplay, mehrstimmige Klingeltöne und eine Ansteckkamera. Mit dem preisgünstigsten Triband-GSM-Gerät, dem T200, will Sony Ericsson Bedienungsfreundlichkeit und Unterhaltung "zum Einstiegspreis" kombinieren und der Winzling T600 sei "mit 60 Gramm kaum größer als eine Kreditkarte". Das bereits im Frühjahr angekündigte Smartphone P800 werde erweitert um einen Memory Stick-Slot, zum Speichern von Bildern und Musik, und einen integrierten MP3-Player auf den Markt kommen. Bei den Preisen für die Handys wollte man sich noch nicht festlegen, als "Indikator" wurden allerdings für das T300 rund 300 Euro genannt. Das T600 dürfte voraussichtlich 390 Euro kosten. (APA)

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