Interner Streit behindert US-Fahndung nach Terror-Finanzquellen

18. Juni 2002, 16:11
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Rivalitäten zwischen Justiz-, Finanz- und Verteidigungsministerium

Washington - Die Bemühungen der US-Regierung, die Finanzquellen des internationalen Terrorismus auszutrocknen, werden nach einem Bericht der "Washington Post" durch interne Querelen behindert. Rivalitäten unter anderem zwischen dem Justiz-, Finanz- und Verteidigungsministerium sowie dem Geheimdienst CIA erschwerten die Suche nach den finanziellen Ressourcen des mutmaßlichen Terrornetzwerks El Kaida, zitierte die Zeitung am Dienstag Regierungsmitarbeiter. Die Streitigkeiten werden demnach durch ungeklärte Zuständigkeiten zwischen den Regierungsstellen ausgelöst.

Ferner werden diese Fahndungen dem Bericht zufolge dadurch erschwert, dass El Kaida schon lange vor den Anschlägen des 11. September begonnen habe, seine Guthaben von Banken weg zu verlagern und in schwer aufzuspürende Wertanlagen zu investieren. So habe die mutmaßliche Terrororganisation Gold und Edelsteine angeschafft.

Diese Güter seien leicht zu lagern und zu transportieren, behielten über die Jahre ihren Wert und könnten leicht in kleinere Summen eingelöst werden, ohne Verdacht zu erregen. Die Terroristen seien intelligent genug, zu wissen, dass Geld auf Bankkonten vor allem in den USA oder Westeuropa keine sichere Form sei, es jederzeit verfügbar zu haben, sagte US-Vize-Finanzminister Kenneth Dam der Zeitung. (APA/Reuters)

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