Teleworking: Einigung der EU-Sozialpartner

18. Juni 2002, 15:06
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4,5 Millionen Teleworker in Europa - Arbeitsrechtlicher Schutz soll verbessert werden

Wien - Die Europäische Sozialpartnerschaft setzt deutliche Signale. Der Präsidentenrat des Europäischen Arbeitgeberdachverbandes und Sozialpartners UNICE hat in Sevilla ein Agreement mit dem Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB) zu Teleworking verabschiedet. Es ist dies, nach den Vereinbarungen zu Elternurlaub, Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge, die vierte verhandelte Einigung der Europäischen Sozialpartner.

"Neu ist jedoch, dass diese Einigung nicht in Form einer EU-Richtlinie umgesetzt wird, sondern durch die Sozialpartner der Mitgliedstaaten selbst", betonte der Präsident der Industriellenvereinigung und UNICE-Vizepräsident, Peter Mitterbauer. Mitterbauer vertritt auf dem UNICE-Präsidentenrat in Sevilla die österreichische Industrie vertritt.

Derzeit arbeiten EU-weit bereits 4,5 Millionen ArbeitnehmerInnen als Teleworker. Prognosen gehen von einem Ansteigen dieser Zahl auf bis zu 17 Millionen bis 2010 aus. Die Einigung der Sozialpartner vermeidet eine Diskriminierung der Teleworker und gibt weitgehenden arbeitsrechtlichen Schutz. Flexibilität bleibt trotzdem gewährleistet, um diese zeitgemäße und flexible Arbeitsform zu fördern. (APA/red)

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