Ministerrat beschloss Klimastrategie für Österreich

18. Juni 2002, 14:04
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Österreichs Treibhausgas-Emissionen sollen um 13 Prozent verringert werden

Wien - Österreich habe sich im Sinne des Kyoto-Protokolls verpflichtet, seine Emissionen von Treibhausgasen bis zum Zeitraum 2008/2012 um 13 Prozent gegenüber 1990/1995 zu reduzieren. Die Palette der nun vereinbarten Maßnahmen reiche von ordnungspolitischen und ökonomischen Maßnahmen über öffentliche Förderungen und Investitionen bis zu Informationskampagnen.

Besondere Schwerpunkte werden in den nächsten Jahren die thermische Sanierung von Gebäuden und der Einsatz erneuerbarer Energieträger zur Raumwärmversorgung und Stromerzeugung sein. Auch die Umsetzung der Deponieverordnung, die den Umfang der Methanemissionen deutlich verringern werde, zähle zu den Klimaschutzmaßnahmen.

Auf dem Verkehrssektor seien Maßnahmen wie die Kilometermaut für Lkw, der Ausbau der Bahninfrastruktur und verstärkte Bewusstseinsbildung geplant. Durch eine neue Verordnung soll außerdem die Verwendung von hoch treibhausgaswirksamen synthetischen Gasen stark eingeschränkt werden.

Durch die Umsetzung der Klimaschutzstrategie werde laut einer Studie des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums aus dem Vorjahr auch Österreichs Wirtschaft langfristig belebt. In den nächsten zehn Jahren seien demnach durch eine Verringerung der CO2-Emissionen, zusätzliche Investitionen, sinkende Energieausgaben, 20.000 bis 25.000 neue Arbeitsplätze und ein Beitrag zur Senkung des Nettodefizits zu erwarten.

Das Kyoto-Protokoll wurde von Österreich im vergangenen Frühjahr ratifiziert, im Frühjahr 2003 soll es in Kraft treten. Die Industriestaaten verpflichten sich in diesem Abkommen, ihre Emissionen von sechs Treibhausgasen bis zum Zeitraum 2008/2012 gegenüber 1990/1995 zu reduzieren bzw. zu begrenzen. (APA)

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