"Ich bin sprachlos"

18. Juni 2002, 14:29
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Johannes Voggenhuber zum "jugendfreundlichsten Politiker" Österreichs gewählt - Grüner EU-Abgeordneter über "Jugendoscar" hocherfreut

Wien - Der Grüne EU-Abgeordnete Johannes Voggenhuber ist der jugendfreundlichste Politiker Österreichs. Das hat die so genannte Jugendverträglichkeitsprüfung für Politiker ergeben, die das Jugendforum (JUFO) - eine überparteiliche Plattform bestehend aus Jugendlichen aus allen neun Bundesländern - durchgeführt hat. Dafür bekam Voggenhuber gestern, Montag, im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Wien von JUFO-Obmann Mathias Posch den "Jugendoscar" verliehen.

"Ich bin sprachlos. Das ist der schönste Preis, den ich je bekommen habe", meinte Voggenhuber in seiner Dankesrede. Ausgezeichnet wurden auch die Tiroler Landesrätin Elisabeth Zanon zur Nedden (VP) für die "beste Jugendpolitik im eigenen Wirkungsbereich" sowie die Wiener Vizebürgermeisterin Grete Laska (SP) für die "jugendfreundlichste Initiative".

Zanon wurde für ihre "langjährige gute Jugendpolitik" geehrt, besonders ihr Engagement im Gleichberechtigungsbereich und in der Jugendinformation fanden die entsprechende Berücksichtigung. Beeindruckt zeigte sich das JUFO auch von dem von Grete Laska initiierten Drogenpräventions-Programm "Check-it", bei dem Jugendlichen vor Ort die Möglichkeit gegeben wurde, so genannte Partydrogen auf ihre Zusammensetzung prüfen zu lassen.

Das JUFO hatte sämtliche Mitglieder der Bundesregierung, die führenden Oppositionspolitiker, die Klubobmänner der Parlamentsfraktionen und zahlreiche weitere Spitzenpolitiker um Interviews gebeten, um einerseits ihr Wissen über Jugendkultur und Jugendgesetze zu testen. Zweiter Ansatz war festzustellen, wie der betreffende Politiker mit jugendrelevanten Themen umgeht. Keine Gesprächstermine kamen mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (VP) und Bundespräsident Thomas Klestil zu Stande, die daher nicht bewertet werden konnten.

"Die, die schlecht abgeschnitten haben, sind durch Ideenlosigkeit und Unkenntnis über uns nahe gehende Themen aufgefallen", meinte der JUFO-Obmann Mathias Posch am Dienstag im Gespräch mit der APA. Das Ergebnis, das demnächst im Detail auf der Homepage des ursprünglich als Beratungsgremium des Ministeriums für Jugend und Familie gegründeten JUFO abrufbar sein wird, sieht Posch als "positiven Ansporn für die Politiker, sich verstärkt für Jugendarbeit einzusetzen." (APA)

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